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Pressekolumne

Benedikt Narodoslawsky | Medien | aus FALTER 50/16 vom 14.12.2016

2016 war ja nicht das geilste Jahr aller Zeiten. Der Tod hat sich alle Größen von David Bowie bis Leonard Cohen geholt, die Populisten haben sich die USA und Großbritannien einverleibt, in der Medienbranche: Kürzungen, Kündigungen, Schließungen. Und wie wird 2017? Genau die Frage stellt sich das Monatsmagazin Datum in seiner dritten Ausgabe unter neuer Führung und in neuem Gewand. Auf dem Cover: Eine Daumennach-oben-Illu, die man auch als Daumen-nachunten-Illu sehen kann.

Zehn kluge Köpfe aus den Bereichen Politik, Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft diskutieren im Blattinneren auf geschlagenen 24 Seiten über 2017. Nicht nur die Länge, sondern auch die Stammtischform überrascht: Nach und nach stoßen die Gesprächspartner hinzu und verabschieden sich nach und nach wieder. Der Daumen auf dem Cover zeigt zwar auch nach der spannenden Lektüre noch immer nicht eindeutig nach oben oder unten. Aber es erinnert einen daran, dass das Datum-Magazin ja 2016 gerettet wurde. Das entschädigt vielleicht nicht für Trump. Aber für vieles.


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