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Noisepunk-Krawall mit toxischem Lulu

GS | Lexikon | aus FALTER 50/16 vom 14.12.2016

Der Bandname Cocaine Piss legt nahe, dass nicht unbedingt die Neigungsgruppe Softpop am Werk ist. Tatsächlich spielt das belgische Quartett eine Form von Krawallpunk voll Energie und Geschwindigkeit, die mit klassischem Punkrock nichts am Hut hat, sondern lieber rumpelstilzchenmäßig den scheinbaren Widerspruch von Vertracktheit und Monotonie untersucht respektive auflöst. Ihr aktuelles Album "The Dancer" haben Cocaine Piss mit Steve Albini eingespielt, dem alten Noiserock-Hasen aus Chicago, der als Musiker (Big Black, Rapeman, Shellac) und Aufnahmeleiter (Nirvana, Pixies, PJ Harvey) Geschichte geschrieben hat; unter ihren Referenzen findet sich unter anderem "die Schrägheit später Dead Kennedys". Ein wirklich langer Song dauert hier knapp zweieinhalb Minuten, für gewöhnlich ist zwischen 50 und 100 Sekunden aber alles gesagt.

Arena, Dreiraum, Sa 20.00


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