"Er hat allen die Hand geschüttelt"

Der Direktor der Wiener Staatsoper machte alles richtig. Nun bekommt er einen Nachfolger. Warum?

Kommentar: Sven Hartberger
Feuilleton, FALTER 02/17 vom 11.01.2017

Eröffnet wurde die Debatte schon im August 2015 vom Vorstand der Wiener Philharmoniker, Andreas Großbauer, der auf die unschuldige Erkundigung nach seinem Wunsch zum bevorstehenden 60. Geburtstag von Dominique Meyer mit Emphase antwortete: "Die Wiener Philharmoniker stehen jedenfalls zu 100 Prozent hinter ihrem Direktor. Ich wünsche mir jedenfalls, dass er über das Jahr 2020 hinaus als Opernchef verlängert wird. Uns verbindet eine extrem gute Zusammenarbeit. Er hat schon in den ersten Wochen jedem Musiker jeden Abend die Hand geschüttelt. Es gibt unter ihm einen Kammermusikzyklus der Wiener Philharmoniker in der Staatsoper. Wir hatten 2013 auch die Möglichkeit, die Forschungsergebnisse der Historikerkommission in der Oper zu präsentieren. Meyers Auslastungszahlen sind unschlagbar."

Diese bizarre Selbstoffenbarung eines Vereinsobmanns, dessen entscheidendes Kriterium für eine weitreichende kulturpolitische Entscheidung nichts weiter als die Wahrung der Interessen der von ihm vertretenen

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