Buch der Stunde

Die menschliche Komödie unter einer Glaskuppel

SEBASTIAN FASTHUBER | Feuilleton | aus FALTER 02/17 vom 11.01.2017

Wir schreiben die frühen 1990er. Ein schillernder Technoguru, der sich am liebsten mit William Burroughs und Hollywood-Schauspielern umgibt, hat eine Reihe junger Biologen und anderer Wissenschaftler um sich geschart. Sie sollen einen zweijährigen Versuch unternehmen, in einem "geschlossenen System" namens Ecosphere 2 zu leben. Das ist die Ausgangssituation für T.C. Boyles jüngsten Roman "Die Terranauten".

Die acht erwählten Teilnehmer - vier Männer, vier Frauen, die meisten auffällig weißhäutig und blond -ziehen dafür in eine riesige Glaskuppel, in der auf künstliche Art verschiedene Ökosysteme nachgebildet wurden. Stets von Kameras beobachtet, müssen sie der Erde und einigen Nutztieren das Nötige abringen, um sich davon ernähren zu können. Die Idee zum Roman geht zurück auf ein reales Vorbild: 1991 wurde in Arizona der Gebäudekomplex Biosphere 2 errichtet, der eine sich selbst erhaltende Welt bilden sollte. Das Experiment scheiterte zwei Mal.

Boyle hat sich in der Vergangenheit

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