Ohne Kleiber geht der Klausi

... nicht nach Haus. Bei der Wintervogelzählung 2017 lieferte der Falter-Vogelwart (FaVoWa) nicht gerade geil, immerhin aber solide ab


KONTROLLGANG: KLAUS NÜCHTERN

Feuilleton, FALTER 02/17 vom 11.01.2017

Jedes Jahr fordert mich Birdlife Österreich postalisch dazu auf, an der Wintervogelzählung teilzunehmen. Ich bin dem Aufruf allerdings noch nie gefolgt, da der leistungssportliche Aspekt Versagensängste bei mir weckt: Exakt eine Stunde hat man Zeit, Vogelarten zu zählen und die jeweils maximale Anzahl der simultan gesichteten Angehörigen zu notieren.

Aber läuft die Zeitnahme ab Betreten des Beobachtungsreviers oder ab der ersten Sichtung? Was, wenn man nach verstrichener Frist gerade einmal mit fünf Sperlingen, drei Kohlmeisen und einem Amselpaar aufwarten kann? Und soll man, wenn an der Sonnenblumenkernausgabestelle fünf irgendwie gelbe Vögelchen abschwirren, die dann alle als Kohlmeisen verbuchen, obwohl vielleicht auch eine Blaumeise oder ein Distelfink dabei war?!

Der "Meldebogen" - Amtshorror kommt auch noch dazu, heiliger Kafka-Franzl, hilf! - sieht 16 meldbare Arten vor, darunter Haubenmeise und Bergfink. Ich habe noch nie einen gottverf***ten Bergfink gesichtet!

Die Ersten,

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