Nüchtern betrachtet

Wie mir das alte Jahr doch noch geglückt ist

Feuilleton | aus FALTER 02/17 vom 11.01.2017

Neujahrsvorsätze sind eine fragwürdige Einrichtung und ein noch viel fragwürdigeres Kolumnenthema -der Stoff, auf den man zurückgreift , wenn einem zu Politik, Paarungsverhalten und pflugloser Bodenbearbeitung nichts mehr einfallen will. Irgendjemand aber muss es tun, muss die Sau durchs Dorf treiben, die Kuh vom Eis holen, dem Kormoran die Windeln wechseln. Man muss den Menschen Mut machen, ihnen Vorbild sein: Okay, ich zeig jetzt mal, wie's geht, aber nächstes Jahr, werdet auch ihr die Sau vom Eis holen, den Kormoran durchs Dorf treiben, der Kuh die Windeln wechseln können. Ladies and gentlemen, we proudly present: The Retrograde New Year's Resolution! Ich hatte naturgemäß längst vergessen, was ich mir für 2016 vorgenommen hatte, wusste nur:

Ich hatte versagt. Als ich mich jedoch anschickte, am 31. Dezember gegen 11.22 Uhr auf Höhe Salztorbrücke den Ring zu queren und all die funktionskleidungsverschweißten Irren sah, die mich daran zu hindern trachteten, schoss es mir siedend

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