Weil es um den Spirit ging

Das Café Leopold schließt nach 15 Jahren Clubbetrieb. Ein Symptom der Wiener Nachtlebenkrise?

Abschied und Ausblick: Katharina Seidler | Stadtleben | aus FALTER 02/17 vom 11.01.2017

Wenn die DJs im Café Leopold nach einer langen Nacht ihre letzte Platte spielten, wenn die Lichter angingen und müde Partygäste nach draußen stolperten, erwachte der Raum jedes Mal zu neuem Leben. Die Bar des unteren "Salon"-Floors verschwand zusammengeklappt in einem Stehpult, Bühne und DJ-Tisch wurden abgebaut, die Abdeckpanele an der linken Wand gaben den Blick frei auf ein Glasschaufenster. Dahinter Kataloge, Schmuck und Designartikel: der Shop des Leopold Museums.

Während der Dancefloor aus Kalkstein noch geputzt wurde, machten die Kellner im oberen Bereich das Café bereits für den Tagesbetrieb fit. Nur wenige Stunden nach den letzten Nachtschwärmern saßen dann unter den Designlampen im Café Leopold Museumsbesucher bei Kaffee und Kuchen, Touristen mit Wien-Reiseführern, Businessmenschen in Anzug oder Kostüm. Gemeinsam bildeten die Frühstücksgäste, Afterworker und Partymäuse 15 Jahre lang das Publikum des Lokals.

Der Wiener Gastronom Andreas Friesz, der mit dem Café

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