Leute, die man einfach nicht kennt, aber kennen sollte

Marie-Janine Calic schreibt die Geschichte Südosteuropas neu - und öffnet den Blick für die Fortschrittlichkeiten dieser Region

Rezension: Norbert Mappes-niediek | Politik | aus FALTER 02/17 vom 11.01.2017

Wäre Rigas Velestinlis in Paris oder auch in Arras geboren, stünde sein Name wahrscheinlich in ganz Europa in den Schulbüchern. Da er aber in einem thessalischen Dorf zur Welt kam, hat der Rebell vom Ende des 18. Jahrhunderts es nur auf die griechische Zehn-Cent-Münze geschafft. Dabei qualifiziert den Mann vieles dazu, in ganz Europa in einem Atemzug mit Danton und Robespierre genannt zu werden: universale Bildung, revolutionäre Kühnheit, tragisches Ende.

Aber wer kennt Rigas Velestinlis? Den griechischen Aufstand, den der Mann aus Thessalien gedanklich vorwegnahm und politisch vorbereitete, nahm der glücklichere Westen nur für eine kurze, schwärmerische Phase als den eigenen Kämpfen ebenbürtig wahr.

Figuren wie Rigas Velestinlis kommen in dem gut lesbaren 700-Seiten-Werk der Münchner Südosteuropa-Historikerin Marie-Janine Calic gleich zu Dutzenden vor. Der geniale - und verrückte -Amerikaner Nikola Tesla, ein Serbe aus Kroatien, hat es immerhin zu einer Elektroautomarke gebracht.

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