Nachrichten aus dem Inneren

Die Redaktion erklärt sich selbst

Benedikt Narodoslawsky | Falter & Meinung | aus FALTER 02/17 vom 11.01.2017

Zweitausendsiebzehn, Wiedersehen in der Redaktion nach zweiwöchiger Weihnachtspause. So viele Tage liegen zurück, man weiß gar nicht, wo man mit dem Erzählen anfangen soll. Vielleicht gleich beim Eingang. "Noch einmal zur Erinnerung: Beim Weggehen bitte unbedingt kontrollieren, ob die Tür geschlossen ist. Bitte sie gegebenenfalls händisch zuziehen. Vielen Dank!" Zitat Ende aus dem ersten Massenmail 2017 von Portier Josef Egger, der bei allem Spaß versteht, nur nicht beim Eingang.

Weiter zur Küche, wo Kollegen über die freien Tage sinnieren. "Wie war's?" - "Weißt eh. Schlafen, fressen, schlafen." - "Cool." - "Und bei dir?" - "Eh auch." - "Cool."

Zur ersten Ressortsitzung kommt die absolute Mehrheit zu spät. Chefredakteur Florian Klenk mahnt mehr Disziplin im neuen Jahr ein. Er stellt dazu eine vogelartige Skulptur mit Schlitz auf den Tisch -eine Art Sparschwein - und bringt eine neue Regel zur basisdemokratischen Abstimmung: Die ersten zehn Minuten Verspätung werden von der Chefredaktion toleriert, danach setzt es für jede Minute Verspätung zehn Euro Strafe. Der Antrag wird einstimmig abgelehnt. Mit Ausnahme einer Gegenstimme (Klenk).

Körper und Geist sind noch mit Verdauung und Wachentzug der letzten Tage beschäftigt. Mühsam schleppt sich die Woche Tag für Tag weiter. Schließlich ist irgendwann Montagabend. "Nur noch 49 Produktionen" ruft Gerhard Stöger nach der ersten im Jahr 2017. Die nächste Weihnachtspause rückt in Sichtweite. In Stögers Augen helle Freude.


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