Schuldige Füße: Drei Schüchtis auf Selbstfindungstrip in der Disco


Musikkritik: Sebastian Fasthuber

Feuilleton, FALTER 02/17 vom 11.01.2017

Nur ganz wenige Bands der vergangenen Jahre können von sich behaupten, einen eigenen Stil begründet zu haben. The xx zählen dazu. Nur ist das englische Trio viel zu höflich und schüchtern, als dass es sich irgendwas auf die Fahnen schreiben würde.

Die Sängerin Romy Madley Croft, der Sänger Oliver Sim und der Produzent Jamie Smith haben auch musikalisch die Zurückhaltung zu ihrem Programm gemacht und mit reduzierten, traurig-schönen sowie intensiv-leisen Songs eine unerwartete Weltkarriere hingelegt.

Wenn in einem Aufnahmeraum dieser Welt heute Musiker und Studiopersonal nicht mehr weiterwissen, ist die Wahrscheinlichkeit daher ziemlich hoch, dass jemand in den Raum werfen wird, es mal mit "ein bisschen The xx" zu versuchen. Jeder versteht dann: beim nächsten Take alles Überflüssige weglassen, den Gesang gern etwas gemurmelt anlegen, und überhaupt: weniger ist mehr.

Es ist gut vorstellbar, dass sich dieser Stil für die Band selbst nach zwei Alben - dem 2009 erschienenen Debüt

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