Kommentar Kopftuchdebatte

Kopftuchverbot im öffentlichen Dienst? Für Richterinnen jedenfalls


Florian Klenk
Falter & Meinung | aus FALTER 02/17 vom 11.01.2017

Integrationsminister Sebastian Kurz bringt sich wieder ins Gespräch - mit dem alten Schlager "Kopftuchverbot im öffentlichen Dienst". Das Thema wird zwar seit Jahren durchgekaut, aber zu einem vernünftigen Konsens finden Konservative, Rechte, Liberale und Linke offenbar noch nicht.

Die Konservativen sind unehrlich, weil es ihnen nicht wirklich um den säkulären Staat geht. Denn dann müssten sie auch Kreuz und Kippa verbannen. Das wollen sie nicht (Kreuz), das dürfen sie aus historischen Gründen nicht (Kippa).

Die Linken sind unehrlich, weil sie das Kopftücherl der alten Bäuerinnen ("Auch unsere Omas haben Kopftücher getragen!") ins Spiel bringen und damit den Anspruch des politischen Islam, den Alltag mit Religion zu durchfluten, mit längst vergangenen Dorfbräuchen vermengen. Die Omas tragen eben kein Kopftuch mehr.

Die Rechtspopulisten wiederum tun so, als wäre jedes Kopftuch ein Symbol des Dschihadismus.

Was also darf ein säkularer und aufgeklärter Staat? Erstens sollte er

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