Uhudlerfisch auf Umwegen

Vom vermeintlich spontanen Unterfangen, sich in Triest einen Fragolino zu braten

Gerichtsbericht: Katharina Seiser | Stadtleben | aus FALTER 03/17 vom 18.01.2017

Wir warten gerade auf den Elektriker-Notdienst. Der Plan war, ein bisserl anzugeben mit ein paar Wochen Triest. Wie wenig es braucht, um auch auf Reisen anständig zu kochen. Und welche Erkenntnisse das für zu Hause zur Folge hat, von wegen unnötiges Küchenzeug und Ode an die Spontaneität. Was man allerdings schon braucht, ist Strom. Für den Herd. Für den Branzino. Zumindest im Winter, während die Bora vom Karst herunterfegt. Im Sommer würden wir den Fisch samt violetten Artischocken zur Not roh essen. Auch wenn der Portier am Theater (an dem mein Mann für eine "Zauberflöten"-Produktion verpflichtet ist), den wir gerade vor Verzweiflung gefragt hatten, ob noch jemand von der Haustechnik da sei, allen Ernstes meinte, wenn sie von der Stadt wieder einmal das Gas abdrehten, hätte er so einen Campingkocher zu Hause, den er dann anwerfe. Allerdings nicht für Branzino, weil er nämlich Vegetarier sei, zuckt er die Achseln und erreicht beide Haustechniker nicht. Man müsse das verstehen,

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