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Feuilleton | aus FALTER 03/17 vom 18.01.2017

Zygmunt Bauman 1925-2017

Seine Formulierung einer "flüchtigen Moderne" machte den Soziologen Zygmunt Bauman berühmt. In dem im Jahr 2000 erschienenen Buch mit dem Originaltitel "Liquid Modernity" skizzierte Baumann eine Gesellschaft freier, aber haltloser Individuen. Die Strukturen sind flüchtig, die Freiheit beliebig. 1925 im polnischen Posen geboren, floh Baumann 1939 in die Sowjetunion. Nach dem Krieg kehrte er zunächst als Soldat der Roten Armee und später als Geheimdienstoffizier nach Polen zurück. Dann studierte er in Warschau Philosophie und Soziologie, ab 1964 übernahm Bauman die Leitung des soziologischen Seminars der Universität Warschau, bis er die Universität 1968 aufgrund antisemitischer Hetzkampagnen verlassen musste und nach Israel emigrierte. Dem Ruf der Universität von Leeds folgend, emigrierte Bauman schließlich 1971 nach England. Richtig bekannt wurde er erst durch die Bücher, die nach seiner Emeritierung 1991 erschienen. Bis zuletzt erprobte er seine Diagnose

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