Symphonie aus Glas und Ziegelstein

Die neue Hamburger Elbphilharmonie bekommt Bestnoten. Was die verschlafene Kulturstadt Wien daraus lernen kann


Kommentar: Matthias Dusini
Falter & Meinung | aus FALTER 03/17 vom 18.01.2017

Der Jubel war überwältigend, als am 11. Jänner die Elbphilharmonie Hamburg offiziell eröffnet wurde. Was haben die Norddeutschen richtig gemacht, und was können andere Städte von ihnen lernen?

Das Bauvorhaben war bereits in den vergangenen Monaten das Thema der Kulturseiten, was nicht nur an dem geschickten Marketing lag. Das Projekt selbst war architektonisch und städtebaulich hervorragend. Der Entwurf von Herzog &de Meuron stieg zum Symbol einer alle Sinne einbeziehenden Raumgestaltung auf. Die zwischen den alten Kaffeespeicher aus Ziegelstein und den neuen, gläsernen Aufbau gepackte Aussichtsplattform verwirklichte die Idee einer Piazza, einer frei zugänglichen Flaniermeile mit spektakulärem Ausblick auf den Industriehafen.

Auch das Konzept des Konzertsaals selbst wusste zu überzeugen. Die aus dem 19. Jahrhundert stammende Idee eines Musentempels, in dem die Werke großer Meister wie in einem Gottesdienst gefeiert werden, fand in der nichthierarchischen Inszenierung von Herzog

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