Abgang einer umstrittenen Streitbaren

Sonja Wehsely hat in der Flüchtlingsfrage Rückgrat gezeigt. Im Gesundheitsbereich hinterlässt sie teure Baustellen


Rückblick: Nina Horaczek
Politik | aus FALTER 03/17 vom 18.01.2017

Im September Warnstreiks der Wiener Ärzte; im Oktober eine vernichtende Kritik des Rechnungshofs, der dem Krankenanstaltenverbund vorwarf, Steuergeld mit beiden Händen aus dem Fenster zu werfen; im November Schimmelalarm in Operationssälen des Wilhelminenspitals; als Weihnachtsgeschenk Ende Dezember ein Gangbettenskandal; und zum Drüberstreuen verliert die SPÖ ihren Heimatbezirk an die Grünen.

Sonja Wehsely, Stadträtin für Gesundheit und Soziales sowie SPÖ-Bezirksparteichefin in der Leopoldstadt, hatte in den vergangenen Monaten das, was man in Wien "einen Lauf" nennt.

Nun hat sich die streitbare Rote nach zwölf Jahren in der Wiener Stadtregierung in die Privatwirtschaft verabschiedet. Ab April ist sie Chefin der Siemens Healthcare im deutschen Erlangen. Ihrem Nachfolger oder ihrer Nachfolgerin (zu Falter-Redaktionsschluss war die Nachfolge nicht geklärt, Anm.) hinterlässt Wehsely einen ganzen Berg an Aufgaben.

Allem voran im Gesundheitswesen. Da war Wehsely mit einer großen Spitalsreform

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