In Glückes Schmiede

Bei Pisa zeigen sie auf, die Matura schaffen sie locker. Was haben Waldorfschüler, was andere nicht haben?

Stadtleben | Vergangenheits-bewältigung: Saskia Sautner-Schwaiger | aus FALTER 03/17 vom 18.01.2017


Foto: Barth / laif / picturedesk.com

Der Faktencheck startet im Bioladen. Gemeinsam mit befreundeten Kindergarteneltern fahre ich mit der Straßenbahn nach Wien-Mauer, um am Tag der offenen Türe die Schuloption Waldorf zu prüfen. Zu diesem Zeitpunkt haben wir die direkten Mitbewerber schon gesehen: die evangelische Privatschule, die öffentliche Volksschule im bürgerlichen Nachbarbezirk und den sympathischen, gut durchmischten städtischen Mehrstufenschulversuch ums Eck.

„Kinder brauchen Freiraum, um sich auszudrücken“, sagte dort der engagierte junge Lehrer und zeigte in die Ecke, wo ein paar Sessel im Kreis standen, daneben ein Stapel mit dünnen Blättern, auf denen ein paar Filzstifte lagen. „Wir malen, wie wir uns fühlen!“ Zwei einzelne Zeichnungen baumelten an einem Tixostreifen. „Also einsam und doch nicht allein“, interpretierte ich tapfer – und enttäuscht.

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