Mit Laptoporchester zum Mars

Der lokale Pop-Untergrund verbeugte sich am Samstag mit einem charmanten Tribute in der Szene Wien vor Prince und David Bowie

Gedenkdienst: Gerhard Stöger | Feuilleton | aus FALTER 03/17 vom 18.01.2017

Einst war ein Konzertbesuch in der Szene Wien eine Reise aufs Land. Die Straßenbahn zuckelte eine gefühlte Ewigkeit dahin, bis man endlich draußen in Simmering ankam - um dort zwischen Pop-Avantgarde und traditioneller Musik dann aber diverse Fenster zur Welt geöffnet zu bekommen.

Inzwischen fährt auch hier die U-Bahn vorbei, doch während die Infrastruktur urbanisiert wurde, schlug das Szene-Programm unter neuen Betreibern vor einigen Jahren die gegenteilige Richtung ein. Es ist nun von einer provinztypischen Mischung aus Bandwettbewerben, Heavy Metal und Classic Rock geprägt. Dass es dieses Angebot auch in Wien gibt, ist schon okay; warum es von der Stadt großzügiger als weit ambitioniertere Veranstalter subventioniert wird, darf aber doch hinterfragt werden.

Nachdem das auch die Wiener Grünen taten, wurde 2013 ein Beirat angekündigt, um mehr Vielfalt ins Programm der Szene Wien zu bringen. Was daraus wurde? Nichts Genaues weiß man nicht, aber immerhin tauchen nun gelegentlich

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