Die Königin der Tischkultur

Seit mehr als 70 Jahren verkauft Elisabeth Schramm Geschirr und Küchengeräte auf der Währinger Straße


Besuch: Birgit Wittstock
Stadtleben | aus FALTER 03/17 vom 18.01.2017

An wie vielen Morgen - sonnigen wie regnerischen, krisengeschüttelten wie friedlichen - Elisabeth Schramm den Rollbalken zum Souterraingeschäft auf der Währinger Straße 140 aufgezogen hat, ist schwer zu beziffern. An die 22.000 werden es in den vergangenen 70 Jahren schon gewesen sein. 22.000 Arbeitstage, an denen Frau Schramm, 86, im Geschäft, das ihr Vater Karl Wilhelm Binder im Jahr 1919 gegründet hat, Haushaltsund Küchengerätschaften verkaufte.

Karl Wilhelm Binder hat hier einst Blech- und Eisenwaren angeboten, hat Vogelkäfige, Wäscherumpeln und Sensen verkauft, kaputte Töpfe gelötet und die sechsjährige Elisabeth half ihm, indem sie Stamperln in Papier einwickelte.

Heute ist das verwinkelte Geschäftslokal ein Geschirrkompetenzzentrum: Bananenschneider und Melonenmesser, Waffeleisen und Apfelschäler, Römertöpfe und Etageren, Vasen, Zierteller, Teekessel, Risottotöpfe, Austernbrecher, Hummerzangen und Brotbackglocken, Dichtungen für wohl so ziemlich jedes Druckkochtopfmodell

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