"Ich filme, daher bin ich!"

Essayist mit Kamera: Werke des Filmers und Autors Georg Stefan Troller sind in Wien zu sehen

Würdigung: Michael Omasta | Feuilleton | aus FALTER 03/17 vom 18.01.2017

September 1987, Dreharbeiten mit dem Comiczeichner Art Spiegelman in Oświęcim, deutsch: Auschwitz. Heute ein Bahnhof wie jeder andere, bemerkt Georg Stefan Troller. Auf den Bahnsteigen tummeln sich Schulklassen, am Kiosk werden Ansichtskarten verkauft, "mit Krematorien pittoresk im Gegenlicht. Auf eine schreibt Art:'To President Kurt Waldheim, Vienna, Austria. Dear Kurt, wish you were here!' Die Reaktion des Österreichischen Rundfunks, dem unser Film bereits angeboten wurde, lässt sich jetzt schon lebhaft ausmalen."

Äußerst zweifelhaft, dass diese Folge aus der Sendereihe "Personenbeschreibung" hierzulande jemals ausgestrahlt wurde. Das Format hat Troller 1972 beim Zweiten Deutschen Fernsehen entwickelt; während der nächsten zwei Jahrzehnte drehte er dafür nicht weniger als 70 Porträts.

Bei der Gestaltung dieser halb- bis dreiviertelstündigen Filme genoss er jede Freiheit. Sie entstanden fast ausnahmlos mit demselben Team, allen voran Kameramann Carl F. Hutterer und Schnittmeisterin

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