Prost! Lexikon der Getränke. Diese Woche: Brut Rosé vom Topf

Wir trinken rosafarbenen Sprudel, je trockener, desto lieber!


BT
Stadtleben | aus FALTER 03/17 vom 18.01.2017

Rosé ist in Mode, rosafarbener Sekt natürlich auch. Leider werden Getränke in diesem Farbton von vielen Produzenten als Frauengetränke missverstanden und deshalb mit einer Extraportion Süße ausgestattet. Wie schrecklich! Dabei schmeckt nichts feiner als ein extratrockener Rosé-Sekt.

So, wie ihn zum Beispiel das Weingut Topf aus Straß im Kamptal im Sortiment hat. Wobei Rosé hier nicht gleich rosa ist. Der Topf 'sche Brut Rosé kommt im Glas blasser, eher zwiebelschalenfarbig daher.

Am Gaumen entwickelt er dann ein federleichtes, weiniges, sehr eigenständiges Aroma mit einem Hauch von Beeren. Wir spüren Eleganz und Fruchtigkeit, aber keine Schwere - und schon gar nichts Liebliches. Die Zweigelt-Trauben für diesen Brut Rosé wachsen in der südseitigen Riede Hasel auf tiefgründigem, wasserreichem Löss mit Kalkanteil.

In dieser Region gibt es mit dem Sekt-Profi Bründlmayer natürlich starke Konkurrenz. Topf nimmt es mit ihm locker auf, nicht nur, was das Preis-Leistungs-Verhältnis betrifft (Bründlmayers Sekt Brut Rosé kostet rund vier Euro die Flasche mehr), sondern auch den Geschmack.

In Wien wird der Brut Rosé vom Topf deshalb zum Beispiel auch an der Bar des neu übernommenen "Das Spittelberg" von Gourmet-Routinier Harald Brunner als Aperitif serviert (siehe dazu auch Gerichtsbericht im Falter 1-2/17). Eine wirklich gute Wahl.

Rezensierte Getränke wurden der Redaktion fallweise umsonst zur Verfügung gestellt

Bitte liken Sie den FALTER auf Facebook:

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

×

Anzeige

Anzeige