Errötende Sozialdemokratie sucht ihr Morgen

Ob Österreich aus dem Elend der SPD etwas lernen kann? Der linke Theoretiker Uli Schöler legt dazu Thesen aus 30 Jahren vor

REZENSION: NORBERT MAPPES-NIEDIEK | Politik | aus FALTER 04/17 vom 25.01.2017

Nach Nordwesten brauchen Österreichs Sozialdemokraten nicht zu blicken, wenn sie sich neu orientieren wollen. Schlimmer als die kläglichen Wahlergebnisse und die verheerenden Umfragewerte ist die Ratlosigkeit, die ihre deutschen Genossen befallen hat. In der SPÖ wird wenigstens wieder nachgedacht. In der SPD so gut wie nicht. Nur schleppend bricht sich hier die späte Erkenntnis Bahn, dass man vielleicht nicht ganz so leuchtenden Auges auf Privatisierung, Deregulierung und Sozialabbau hätte setzen sollen. Auf der Suche nach einem Alleinstellungsmerkmal fällt dem "Hoffnungsträger" und Vize-Parteichef Olaf Scholz gerade noch der "Pragmatismus" ein. Genauso gut hätte er sagen können: Niemand ist so beliebig wie wir.

Uli Schöler gehört zur raren Spezies der sozialdemokratischen Theoretiker und dort zu einer noch rareren Unterart, die auch das politische Tagesgeschäft kennt. In den 90er-Jahren Sekretär der SPD-Grundwertekommission, blickt der Autor heute schonungslos und meistens

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