Kommentar des Chefredakteurs

Die Ära Erwin Pröll: Schluss mit der Heroisierung des Landeshauptmanns


VON FLORIAN KLENK
Falter & Meinung | aus FALTER 04/17 vom 25.01.2017

Man könnte jetzt zur Tagesordnung übergehen. Erwin Pröll, der letzte "Landesfürst", wie wir ihn alle noch immer nennen, wird seinen "Hof" übergeben, nach 25 Jahren an der Macht. Das Hochamt haben ihm schon zwei Bischöfe im Dezember im Stift Göttweig gelesen, zum 70er, wo sein Sohn ein Hesse-Gedicht vorlas, in dem von "neuen Bindungen" die Rede war. 3000 kamen, manche ahnten schon, dass dies sein Abschiedsfest sein würde. Die Falter-Enthüllungen über die verheimlichte Steuerfinanzierung seiner Privatstiftung haben den Rücktritt allenfalls beschleunigt, aber nicht verursacht. Pröll, so sehen es enge Vertraute, hatte Sorge, an seinem politischen Lebensabend zu sehr in die negativen Schlagzeilen zu geraten.

Pröll folgt mit der leutseligen Johanna Mikl-Leitner eine Politikerin nach, eine, die sich selbstbewusst "Landeshauptfrau" nennt und zuvor in der Bundespolitik als Innenministerin im Krisenmanagement völlig überfordert war (Traiskirchen). Ihre Nominierung wird in sozialen Medien

  1118 Wörter       6 Minuten
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl inklusive Online-Zugang, um diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext zu lesen.
Holen Sie sich hier Ihren Online-Zugang und lesen Sie diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

×

Anzeige

Anzeige