"Der Golem wird für immer bei Ihnen sein!"

Hysterisch und brillant: Theatermacher Herbert Fritsch inszeniert am Burgtheater Shakespeares "Komödie der Irrungen"


INTERVIEW: MARTIN PESL
Feuilleton | aus FALTER 04/17 vom 25.01.2017

Ausgelassen klettert Herbert Fritsch auf der Burgtheater-Bühne herum, schwingt sich von Gerüsten und legt seinen Kopf in die Schlinge des Galgens, den er in sein farbenfrohes Bühnenbild gestellt hat. Der 66-jährige Regisseur lässt sich nicht gerne dreinreden, deshalb entwirft er seine Kulissen selbst. Nur den Trompetenbaum, der während der Fotosession unerklärliche Geräusche von sich gibt, hat er beim Instrumentenbauer Jakob Scheid bestellt.

Spätestens mit seiner Molière-Inszenierung "Der eingebildete Kranke" ist Herbert Fritsch in Wien angekommen - schon bei den Festwochen 2015 war seine Nonsens-Oper "Ohne Titel Nr. 1" als Gastspiel der Berliner Volksbühne zu sehen. An der Volksbühne wurde Fritsch auch als Schauspieler groß und durfte eigene Projekte umsetzen, obwohl diese völlig gegen den Strich des Hauses gebürstet waren -etwa das noch immer unvollendete Langzeitfilmprojekt "hamlet X". Fritschs irrwitzige, oft akrobatische und grellbunte Abende waren mehrfach zum renommierten

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