Am Krankenbett des Gesundheitssystems

Sonja Wehsely hinterlässt einen kranken Krankenanstaltenverbund. Ein Blick in die Rechnungshofberichte


ANAMNESE: BIRGIT WITTSTOCK

Politik, FALTER 04/17 vom 25.01.2017

Wer dieser Tage Fragen zum Wiener Gesundheitssystem hat, muss sich selbst helfen. Denn weder ist die scheidende Sozial-und Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely (SPÖ) erreichbar noch möchte ihre Nachfolgerin, die bisherige Bildungsstadträtin Sandra Frauenberger, Stellung nehmen. Zumindest nicht vor ihrer offiziellen Bestellung. Dabei gäbe es einiges zu diskutieren: Patienten, die tagelang in Betten auf den Gängen diverser Spitäler liegen müssen, immer wieder geweckt durch das Kommen und Gehen von Personal und Besuchern, dem grellen Licht, das rund um die Uhr brennt. Überfüllte Ambulanzen, in denen man stundenlang wartet, und noch längere Wartezeiten für Behandlungen und Operationen. Therapien, auf ein Minimum verkürzt. Ärztemangel. Zu wenig und überarbeitetes Pflegepersonal. Das "modernste Spital Europas", dessen Fertigstellung sich immer wieder verschiebt und das nun mit rund 1,1 Milliarden Euro fast doppelt so viel kosten wird, als noch vor zehn Jahren veranschlagt war. Das

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