Wien, wo es isst Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Das legendäre Kaufhaus Gerngross -das letzte seiner Art


LOKAL AUGENSCHEIN: FLORIAN HOLZER
Stadtleben | aus FALTER 04/17 vom 25.01.2017

Kaufhäuser können so großartig sein. Diese Inszenierungen, diese Dekorationen, diese Üppigkeit. Gut, in Wien mag man Kaufhäuser nicht so gerne, weshalb der Herzmansky 1998 in seiner Gänze zur Großfiliale eines deutschen Textilhandelskonzerns wurde, der Stafa nach einigen Anläufen nun ein Hotel mit Bettdeckengeschäft ist, und was man aus dem Generali-Center gemacht hat, darüber wollen wir lieber gar nicht nachdenken.

Supermarktkeller

Bleibt nur noch der Gerngross. 1879 gegründet, 1883 größtes Warenhaus der k.u.k. Monarchie, 1902 bis 1904 von den Theaterbauern Fellner &Helmer neu errichtet (mit Rolltreppe!), in den 1930er-Jahren von Nazis terrorisiert, 1938 "arisiert", nach dem Krieg einige Male verkauft, 1997 neu eröffnet, 2010 noch einmal umgestaltet.

Von urbaner Großzügigkeit, vor allem kulinarischer, ist man aber leider weit entfernt. Okay, im Keller gibt es einen riesigen Merkur-Supermarkt, der auch ein paar Gastronomie-Outlets betreibt. Darunter eine recht große Konditorei,

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