Der schiefe Vergleich von PISA

Der Bildungstest ist schlechter als sein Ruf. Wir sollten ihn künftig vorsichtiger zitieren

ANALYSE: ERICH NEUWIRTH | POLITIK | aus FALTER 05/17 vom 01.02.2017

Alle drei Jahre testet die OECD weltweit das Wissen von Schülern mit dem Pisa-Test. Damit vergleicht sie das Bildungsniveau in verschiedenen Ländern in den drei Disziplinen Mathematik, Naturwissenschaften und Lesekompetenz. Wenn Politiker in Österreich über Bildung diskutieren, verwenden sie daher oft folgendes Argument: "Damit können wir unsere Pisa-Ergebnisse verbessern." Doch kaum jemand von ihnen weiß, was genau bei Pisa gemessen wird und wie der Test aufgebaut ist. Lieber setzen sie Pisa-Ergebnisse unkritisch als Beleg für die eigene vorgefasste Meinung ein - wie zum Beispiel in der Diskussion um die Gesamtschule.

Dabei gibt es bei Pisa methodische Probleme, die die Aussagekraft der Ergebnisse erheblich einschränken. Bildungspolitiker sollten sich also zunächst einmal kritisch mit der Studie auseinandersetzen, bevor sie aus ihr zitieren. Denn nur so können sie beurteilen, welche Schlussfolgerungen aus den Pisa-Ergebnissen zulässig sind - und welche nicht.

Beginnen wir bei

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