GEGEN DEN STRICH

Der Künstler Daniel Richter gilt als sympathisches Großmaul der deutschen Malerei. Eine Schau im 21er Haus zeigt, dass sich hinter der hippen Fassade Rastlosigkeit und Selbstzweifel verbergen

PORTRÄT: MATTHIAS DUSINI FOTO: HERIBERT CORN | FEUILLETON | aus FALTER 05/17 vom 01.02.2017


Foto: Heribert Corn

Ob er immer so eine Show machen müsse, ruft der Student dem Professor zu. Der Maler Daniel Richter, 54, posiert gerade im Semperdepot für den Fotografen und spannt den Körper zum Spagat. „Ja, ich muss immer ’nen Show machen“, ruft Richter zurück.

Der deutsche Künstler hat die Gabe, seine Umgebung in eine Bühne zu verwandeln. Vor die Studentinnen und Studenten der Akademie der bildenden Künste Wien tritt er nicht als Meister, sondern als Entertainer. Interviews haben die Qualität einer guten Talkshow, ein Feuerwerk an Bonmots prasselt auf die Journalisten ein. „Wenn du abstrakt malst, machst du Jazz. Wenn du Figur malst, machst du Pop. Als ich abstrakt malte, war ich Ornette Coleman, als ich zur Figur wechselte die Beatles, oder besser: Richard Clayderman.“

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