Kommentar Wahlkampf

Graz-Wahl: Was Österreich daraus lernen kann


GERLINDE PÖLSLER
MEINUNG | aus FALTER 05/17 vom 01.02.2017

War da nicht so eine peinliche Sache im engsten Umfeld des Grazer Bürgermeisters Siegfried Nagl? Richtig, sein Parteigeschäftsführer und seine engste Beraterin wurden wegen illegaler Parteienfinanzierung verurteilt (nicht rechtskräftig). Ihren Chef brachte das aber nicht in die Bredouille, er bleibt dabei: "Die Grazer Volkspartei hat kein Geld von der Telekom bekommen." Und Nagl schafft es, seine Fans, vor allem Ältere, Ungereimtheiten vergessen zu lassen. Graz wächst, hat eine hohe Lebensqualität und funktioniert im Wesentlichen. Viele der Projekte allerdings, die Nagl ankündigt, erblicken nie das Licht der Welt. Positionen wechselt er radikal, und mit jeder der sechs Parteien im Gemeinderat außer den Piraten war er schon in einer Koalition oder einem "Pakt", hat sich aber mit fast allen verkracht.

Deshalb ist diese Wahl auch eine vorgezogene. Nur die schwache SPÖ hielt ihm immer die Stange. Der hat er nun den früheren Klubobmann abgeluchst. Nagl kann eiskalte Machtpolitik, doch

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