Kolumne Außenpolitik

Europas neuer Partner: Plan C wie China


RAIMUND LÖW
MEINUNG | aus FALTER 05/17 vom 01.02.2017

Der neue deutsche Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) reagierte mit einer ungewöhnlichen Idee auf die Rundumschläge der Trump-Regierung: Die EU müsse an eine Öffnung in Richtung China denken, wenn die atlantische Achse untergehe. Die Volksrepublik sei wegen des kommunistischen Einparteiensystems und der Bevorzugung der eigenen Wirtschaft zwar ein schwieriger Partner, aber wenn sich die USA abkapselten, brauche die EU einen geopolitischen Plan B. Peking hat die europäische Integration stets betont. Man erhoffte sich vom Euro ein Gegengewicht zum US-Dollar. In unterschiedlicher Weise sind die EU und China von den Turbulenzen betroffen, die von Trumps Machtantritt ausgehen.

In Europa ist die Befindlichkeit klar. US-Präsident Trump verschärft die eigene Krise. Die Versuchung wächst, auf den nationalistischen Zug aufzuspringen und das unselige "America first" in die Landesfarben jedes einzelnen Staates zu übersetzen. Die Sicherheitsgarantie der USA für Europa verliert an Wert. Für

  656 Wörter       3 Minuten
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl inklusive Online-Zugang, um diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext zu lesen.
Holen Sie sich hier Ihren Online-Zugang und lesen Sie diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?
Bitte liken Sie den FALTER auf Facebook:

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

×

Anzeige


Anzeige