Rot inszeniert, Schwarz triumphiert

Viel Populismus und noch mehr Law and Order im ersten Regierungsprogramm von Kanzler Christian Kern


KOMMENTAR: NINA HORACZEK
MEINUNG | aus FALTER 05/17 vom 01.02.2017

Wir machen es so: Ihr schreibt den Text, aber ich krieg die Bilder!" So oder so ähnlich könnte sie geklungen haben, die Einigung zwischen Bundeskanzler Christian Kern und der ÖVP. Vergangenes Wochenende setzte sich Kern geschickt als der harte Mann in der Regierung medial in Szene. Inhaltlich hat aber die schwarze Law-and-Order-Fraktion das Match gewonnen.

Ein Wochenende lang kasernierte der Kanzler die Regierung ein. Sogar eine geplante Israel-Reise sagte Kern ab, um der ÖVP Beine zu machen. Das Wohl der Republik geht schließlich vor. Sonntagabend traten die starken Männer der Republik endlich vor die Medien. Erschöpft, aber glücklich, die Krawatten abgelegt, verkündeten sie die Erlösung: Krise abgesagt, die Regierung hat ein neues Programm.

Krise? Welche Krise? Was war denn passiert, dass das Land beinahe in Chaos und Neuwahlen stürzte? Genau gar nichts. Selten zuvor war ein Sturm im Wasserglas so gut inszeniert.

Die neuen Pläne der Regierung: eine massive Ausweitung der Videoüberwachung

  758 Wörter       4 Minuten
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