Ein brillantes Häufchen Elend

Der Hype um "Ein wenig Leben" nervt, doch Hanya Yanagiharas Roman ist die Schwarte der Saison

Rezension: Sebastian Fasthuber | Feuilleton | aus FALTER 06/17 vom 08.02.2017

Man hat es nicht bestellt. Aber es ist da und verlangt, dass man darauf reagiert. Was Verlagen das unverlangt eingesandte Manuskript ist, hat in den Redaktionen im unaufgefordert zugeschickten Rezensionsexemplar seine Entsprechung. Die gängigste Reaktion darauf ist, das Buch kurz zu beschnuppern und sodann in einem Stapel oder Regal verschwinden zu lassen, wo es erst Monate später wieder auffällt, wenn es längst schon keine Novität mehr ist.

Üblicherweise werden jene Titel gepusht, die die Verlagshäuser stapelweise in den Buchhandlungen aufliegen sehen wollen. Selten findet sich darunter ein Roman, der große Rezensionen bekommt, weil meist schon das Cover ein bisschen zu laut schreit und auf Sprache und Plot Ähnliches zutrifft.

Wenn die Verlage wirklich wollen, dass Kritiker einem unverlangt geschickten Buch Beachtung schenken, legen sie neuerdings gern ein Heft bei, das die Hintergründe des Werks erklärt und zur Sicherheit noch einmal extra auf seine Herrlichkeit hinweist.

So geschehen

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