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Bücher, kurz besprochen

Benedikt Narodoslawsky | Politik | aus FALTER 06/17 vom 08.02.2017

Die roten Propagandisten

1959 bricht die kommunistische Schriftstellerin Susanne Wantoch zu einer Bergwanderung in das Gebiet der Raxalpe auf. Die Redakteurin der Österreichischen Volksstimme -dem Zentralorgan der Kommunistischen Partei -hatte davor die Partei vor Kollegen kritisiert. Zu viel war vorgefallen: Der Volksaufstand in Ungarn 1956, den die Sowjets blutig niedergeschlagen hatten. Die Enthüllungen über die grausamen Verbrechen Stalins, dem Millionen zum Opfer fielen, darunter viele Genossen. Wantoch wurde nach ihrer Kritik gekündigt. Von ihrer Bergwanderung kehrte sie nicht mehr heim. Die Polizei vermutete, sie habe sich das Leben genommen.

54 Kurzbiografien aus den Anfangsjahren der Volksstimme recherchierte die Journalistin Maria Fanta für ihre Dissertation "Arbeiter der Feder", die seit kurzem als Buch vorliegt. Sie zeichnet darin das Bild des ersten Redaktionskollektivs nach, das von 1945 bis 1956 jene Zeitung machte, die der langjährige KPÖ-Vorsitzende Johann Koplenig

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