Der verlässliche Anarchist

Robert Sommer schrieb 22 Jahre für die Straßenzeitung Augustin. Das Bestehende war für ihn immer ein Skandal

Porträt: Benjamin Breitegger | Medien | aus FALTER 06/17 vom 08.02.2017

An einer Straßenzeitung kommt keine große Stadt vorbei -und wer in Wien den Augustin liest, der landet bei Robert Sommer. Mehr als 20 Jahre lang schrieb er hauptberuflich für das Blatt, jetzt ging er in Pension. Nicht nehmen lassen hat er sich seinen Anarchismus -"ich hab immer allergisch drauf reagiert, wenn Leute über oder unter mir waren" - und sein Misstrauen gegenüber Polizei und heutiger Parteipolitik.

Sommer, Karo-Stoffhemd, Hornbrille, sitzt im ersten Stock der Augustin-Redaktion in Margareten. Viele Jahre war er, der Anarchist, nicht mehr wählen, nur für Van der Bellen hat er eine Ausnahme gemacht, um die FPÖ zu verhindern.

Robert Sommer beginnt seine journalistische Karriere als 22-Jähriger bei der Volksstimme, der Parteizeitung der Kommunistischen Partei. Seine Redaktionskollegen sind älter. "Ich habe Wunschväter gesucht", sagt Sommer, dessen Vater während der Nazizeit Judenwitze im Gasthaus erzählte. In der KPÖ findet er Widerständler, lange fühlt er sich hier

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