"An meiner Leistung lag es nicht"

Özlem Bakıray wollte bei der Drogeriemarktkett e Müller einen Betriebsrat gründen. Dann verlor sie ihren Job


Interview: Nina Brnada
Politik | aus FALTER 07/17 vom 15.02.2017

Seit September 2015 war Özlem Bakıray in der Filiale der Drogeriekette Müller in Wien-Floridsdorf geringfügig beschäftigt. Diese Arbeit ließ sich gut mit den Unterrichtszeiten ihrer Maturaschule vereinbaren, wo sie ihre Reifeprüfung nachholte, und ebenso mit der Betreuung ihrer fünfjährigen Tochter. Bakıray ist Alleinerzieherin. Das Geld, das sie bei Müller verdiente, war ihr einziges Erwerbseinkommen. Nun ist die 33-Jährige arbeitslos.

Am 21. Jänner dieses Jahres wurde Bakıray gekündigt. Sie erhebt nun schwere Vorwürfe gegen ihren ehemaligen Arbeitgeber Müller: Der Grund für die Kündigung sei ihr Engagement für die Gründung eines Betriebsrats gewesen, behauptet Bakıray. Gegen Müller brachte sie auch eine Klage beim Arbeits-und Sozialgericht ein. Auf eine Anfrage des Falter reagiert Müller nicht.

Falter: Frau Bakıray, welche Missstände haben Sie dazu veranlasst, sich für die Gründung eines Betriebsrats bei Müller zu engagieren?

Özlem Bakıray: Da gab es ganz unterschiedliche

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