"Gefühle, die im Idealfall die Gefühle einer ganzen Generation sind"

Interview: Gerhard Stöger | Feuilleton | aus FALTER 07/17 vom 15.02.2017

Bilderbuch-Sänger Maurice Ernst, 28, hat durchaus einen Hang zum Affektierten. Aber nein, im Gespräch über das neue Album "Magic Life", sein Hadern mit dem Austropop, die gläserne Decke des Erfolgs und einen emanzipatorischen Poledance behält er seine verspiegelte Sonnenbrille nicht auf. Tatsächlich packt er sie erst später für den Fotografen aus.

Falter: Wir leben in bewegten Zeiten: Trump, Terror, Brexit und Flüchtlingskrise sind nur einige Stichworte dazu. Soll der Titel Ihres neuen Albums Eskapismus versprechen?

Maurice Ernst: "Magic Life" ist eher eine Feststellung. Der Titel klingt positiv, träumerisch und hoffnungsvoll, er ist aber genauso kritisch gemeint. Das tragende Motiv ist die Überlegung, dass man in einen Magic-Life-Club hineingeboren wird, ob das nun Österreich, Europa oder die westliche Welt ist. Hinter den Mauern befindet sich die real world, und man weiß nicht genau, wie hoch die Wellen gehen und ob diese Mauern schon brüchig werden. Auf gewisse Weise ist

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