Außenpolitik

Es ist ein neues Rumänien, das dieser Tage demonstriert


Raimund Löw
Falter & Meinung | aus FALTER 07/17 vom 15.02.2017

In der ganzen Sowjetunion wurden 1989 die Fernsehbilder von der Hinrichtung des rumänischen Diktatorenpaares Ceaușescu wieder und wieder gezeigt. Die Szenen aus Bukarest waren eine Warnung Gorbatschows an die eigene Partei, was passiert, wenn man den demokratischen Umbau blockiert. In den Kämpfen verfeindeter Fraktionen von Temeswar und Bukarest entschied sich das Schicksal der demokratischen Revolution in Osteuropa. Nirgendwo sonst verlief das Ende des Kommunismus so gewaltsam wie in dem über Jahrzehnte von dem allgegenwärtigen Geheimdienst terrorisierten Land.

Fast 30 Jahre später gehen in Rumänien Hunderttausende gegen die Regierung auf die Straße. Es ist die größte Massenmobilisierung seit den Tagen der Revolution. Die Karikaturisten zeichnen den Chef der machtbewussten Sozialdemokraten, Liviu Dragnea, mit den Gesichtszügen Ceaușescus. Aber es ist ein anders Land, das sich jetzt erhebt: demokratisch und friedlich. Immer wieder schwenken die Demonstranten blaue EU-Fahnen.

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