Da hat sich was aufgestaut

Ist Wasserkraft per se gut? An dieser Frage hat sich in Graz ein erbitterter Kampf entzündet


Bericht: Gerlinde Pölsler
Politik | aus FALTER 07/17 vom 15.02.2017

Die Mur soll ewig fließen, laut, stark und wild", singen die Gegner des Grazer Murkraftwerks. Circa 1000 von ihnen ziehen vom Augarten die Mur entlang zum Puchsteg. Von hier ist es gut zu sehen: In den Tagen zuvor sind rundum alle Bäume geschlägert worden. Volksanwalt Günther Kräuter, ehemals SP-Bundesgeschäftsführer, sagt ins Mikro: "Diese Staustufe ist dumm. Alle, die dafür verantwortlich sind, sollen sich schämen." Mobilisiert hat die Plattform "Rettet die Mur" am vergangenen Samstag neben den Langzeitmitstreitern von WWF, Naturschutzbund, Biologen, Grünen und Kommunisten am vergangenen Samstag auch den bekannten Anti-Hainburg-Aktivisten Bernd Lötsch. "Lasst euch nicht davon entmutigen, dass die Bäume schon weg sind", sagt er ihnen. "Man kann nicht jede Schlacht gleich gewinnen." Jubel.

Die Energie Steiermark, zu 75 Prozent im Eigentum des Landes, errichtet hier in Graz-Puntigam um rund 84 Millionen Euro ein Wasserkraftwerk. Bürgermeister Siegfried Nagl und seine ÖVP, die

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