Wenn Alt-Achtundsechziger im Donaupark Ho-hopsen

Die Gemeinde Wien gönnt sich ein Denkmal für die vietnamesische 1968er-Ikone Ho Chi Minh. Warum denn das?


Bericht: Nina Horaczek
Politik | aus FALTER 07/17 vom 15.02.2017

Ho-Ho-Ho-Chi-Minh!" riefen die Studenten der 68er-Bewegung und hüpften auf und ab. Jetzt, wo die Studis von damals die Pensionisten von heute werden, scheint im linken Flügel des Rathauses ein Hauch revolutionärer Nostalgie aufzukommen.

Wie sonst wäre es zu erklären, dass die Stadt Wien ein Denkmal für den vietnamesischen Revolutionär und Staatschef Ho Chi Minh (1890-1969) aufstellen will? Die Kosten für die Errichtung übernimmt Vietnam, Wien stellt dafür einen "repräsentativen Standort" im Ehrenhain des Donauparks kostenlos zur Verfügung. "Nach ihrer Fertigstellung wird die Gedenkstätte in das Eigentum der Stadt Wien übergehen, die für ihre Pflege und Erhaltung sorgen wird", freut sich die Gesellschaft Österreich Vietnam. "Ho Chi Minh hat das Land geeint und vom Kolonialismus befreit", begründet Marcus Strohmeier von der vietnamesischen Gesellschaft, der im Rathaus für das Denkmal lobbyierte, "er hat sich einen Platz im Ehrenhain der Befreiungskämpfer mehr als verdient".

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