Kommt die Affäre Euro-Fighter vor Gericht?

Nach 15 Jahren erstatt ete Verteidigungsminister Doskozil Strafanzeige gegen den Hersteller. Alles, was Sie über die Causa Eurofighter wissen müssen

ÜBERFLUG: LUKAS MATZINGER UND JOSEF REDL | Politik | aus FALTER 08/17 vom 22.02.2017

Die Entscheidung über den größten Rüstungsauftrag der Zweiten Republik sollte bei Kaffee und Semmerln fallen. Ein Kanzlerfrühstück am 2. Juli 2002 brachte alle wichtigen Stimmen zum Abfangjägerkauf an einen Tisch. Nach monatelangen Ausschreibungen, Verhandlungen und Bewertungen hatte sich der blaue Verteidigungsminister Herbert Scheibner auf die schwedischen Saab Gripen festgelegt, der blaue Finanzminister Karl-Heinz Grasser plädierte für eine billige Lösung, die gebrauchten Lockheed F-16.

Wenige Stunden später stellten sich Kanzler Wolfgang Schüssel und Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer vor die Journalisten und präsentierten ihren überraschenden Beschluss. Die Minister hätten sich einstimmig für den Eurofighter Typhoon entschieden, das teuerste Modell in der Auswahl. Der Eurofighter sei die Lösung mit der weitreichendsten Zukunftsdimension, begründete Schüssel. Er sollte recht behalten. Die Entscheidung für die Eurofighter beschäftigt die Republik noch 15 Jahre später.

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