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Alf Sjöbergs "Raserei" -Faschismusparabel 1944

Lexikon | aus FALTER 08/17 vom 22.02.2017

Der heute weithin vergessene Schwede Alf Sjöberg (1903-1980) gehört zum kleinen, erlauchten Kreis von Filmemachern, die zweimal die Goldene Palme des Festivals von Cannes errungen haben, und zwar 1946 (mit "Iris und der Leutnant") und 1951 mit der Strindberg-Adaption "Fräulein Julie". Seine vielleicht stärkste Regiearbeit jedoch, die Faschismusparabel "Raserei" (Original: "Hets"), entstand noch zur Zeit des Zweiten Weltkriegs: Eine wütende Anklage des autoritären Charakters, personifiziert durch einen sadistischen Lateinlehrer -mit Spitznamen Caligula -, der einen seiner Zöglinge (Alf Kjellin) und dessen Liebste (Mai Zetterling) ins Verderben stürzt. Fotografiert ist das wie ein amerikanischer Film noir, das Drehbuch verfasste Sjöbergs talentiertester Schüler, Ingmar Bergman.

Österreichisches Filmmuseum, Fr 20.30 (OmenglU)


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