Neue Platten

Feuilleton | aus FALTER 08/17 vom 22.02.2017

Pop

Son of the Velvet Rat: Dorado

Man könnte nun nachrechnen, das wievielte Album von Singer/Songwriter Georg Altzieblers Projekt Son of the Velvet Rat "Dorado" nun schon ist. Oder ergründen, wie es sich zu großartigen Vorgängern wie "Loss & Love" oder "Red Chamber Music" verhält. Darauf hinweisen, dass es binnen weniger Tage in Kalifornien eingespielt wurde. Sich fragen, ob "Surfer Joe" das fröhlichste und groovigste Stück ist, das dem Steirer je ausgekommen ist. Am besten aber hört man einfach nur konzentriert zu und genießt. (Fluffy & Gravy) SF

Pop

Christiane Rösinger: Lieder ohne Leiden

Niemand im deutschen Pop reflektiert die Unbill des Lebens so pointiert und gleichzeitig doch auch so gleichmütig wie Christiane Rösinger. Bekannt wurde die Berlinerin in den 90ern mit den Lassie Singers, den großen Meisterinnen des humorvollen Indie-Schrammelchansons, später stand sie der Gruppe Britta vor. Ihr von Andreas Spechtl (Ja, Panik) in angemessener Pracht produziertes zweites Soloalbum ist ein unaufdringliches kleines Meisterwerk, berührend, humorvoll und klug. (Staatsakt) GS Live: am 11.4. im Brut

Klassik

Rachmaninov: Piano Trios

Gidon Kremer schenkt sich zum 70er ein erlesenes Album, auf dem er mit Daniil Trifonov und Giedrė Dirvanauskaitė die beiden Klaviertrios von Sergei Rachmaninow spielt. Ersteres schrieb Rachmaninow gerade einmal 18-jährig, keine zwei Jahre später komponierte er das Trio Nr. 2, als Trauergesang auf den Tod Tschaikowskys. Beide Werke eint das Melancholische und das Romantische auf der einen sowie das Virtuose auf der anderen Seite, wofür sich Kremer und seine zwei Mitstreiter als ideale Interpreten erweisen. (DG) MDA


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