7 Sachen, die Sie über WIENS DRECK nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 08/17 vom 22.02.2017

Meine Mutter hat früher immer gesagt: Ja nichts auf den Gehsteig schmeißen.

Zweifellos eine kluge Frau, sehr vorausschauend. Das Wiener Reinhaltegesetz aus dem Jahr 2007 sagt im Grunde das Gleiche, Straßen und Wiesen sollen sauber gehalten werden. Jetzt wird dieses Gesetz noch strenger.

Was wird sich ändern?

Die Strafen erhöhen sich. Das Sackerl fürs Gackerl zu vergessen wird künftig 50 statt 36 Euro kosten. Wenn jemand Anzeige wegen Sperrmülls erstattet, kann der Angezeigte mit mehreren hundert Euro belangt werden.

Und sonst?

Das Gesetz soll nicht mehr nur Straßen und Wiesen schützen, sondern auch die Donau sowie Bänke, Hydranten und Spielgeräte.

Klingt nach einem guten Geschäft für die Stadt.

200.000 Euro wurden im vergangenen Jahr eingenommen. Das Geld blieb sozusagen im Haus. Es wurde zur Reinigung öffentlicher Plätze verwendet.

Wer kontrolliert das?

Die Wiener "Waste Watcher", die es seit 2008 gibt. 50 Beamte machen das hauptberuflich, daneben sind noch Außendienstmitarbeiter zuständig. Fast 5500 Organstrafen und mehr als 1100 Anzeigen gab's im Vorjahr.

Was sind die üblichen Verdächtigungen?

Die Klassiker sind Hundekot und Tschikstummel. Dabei gibt es mehr als 19.000 öffentliche Mistkübel mit Aschenbecher.

Und wie viel Mist produzieren die Wiener auf "legalem" Weg?

Die MA 48 sagt: eine Million Tonnen im Jahr.


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