Theater Kritiken

Zauberkraft und Pessimismus


MP
Lexikon | aus FALTER 08/17 vom 22.02.2017

Mit "Superheldinnen" hat Barbi Marković einen der frechsten Romane des Jahres 2016 geschaffen. Das Märchen von drei Wienerinnen mit Migrationshintergrund, die ihre Armut und geringe soziale Stellung mit spirituellen Kräften wettmachen, ist in seinem galligen Pessimismus urwienerisch -was umso schöner ist, da Marković ursprünglich aus Belgrad stammt. Die junge Regisseurin Bérénice Hebenstreit hat den Roman für die Bühne bearbeitet. Die aus fünf bespannten Drehtüren bestehende Kulisse (Mira König) fügt sich nahtlos in die Spielstätte und teilt die Bühne in frustrierende Echtwelt am Siebenbrunnenplatz und Fantasieterritorium für Vergangenheit und Wunsch. Erkennbar Lust an Markovićs Worten haben die drei Schauspielerinnen Katharina Klar, Nadine Quittner und Seyneb Saleh: Diese Heldinnen sind richtig super.

Volx/Margareten, Mo, Mi 20.00


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