Wenn am Steinhof die Bäume fallen

Jahrelang kämpften Bürgerinitiativen gegen die Neubebauung des Otto-Wagner-Areals. Renitente Baumliebhaber gegen sozialen Wohnbau? Oder ein weiterer Bauskandal?

ERKLÄRSTÜCK: MAIK NOVOTNY UND BIRGIT WITTSTOCK | Stadtleben | aus FALTER 08/17 vom 22.02.2017


Foto: Heribert Corn

An dieser Stelle ist der Kampf verloren. Hinter einem hohen, mit weißen Planen verhängten Zaun am östlichen Rand des Otto-Wagner-Spitals unweit der Kapelle, wo einst Angehörige von verstorbenen Patienten Abschied nahmen, wurden vergangene Woche 98 Bäume gefällt. Demnächst werden hier Bagger und schwere Baugeräte auffahren, die in den kommenden Monaten neue Wohnbauten der Gesiba hochziehen sollen. Jahrelang hatten Bürgerinitiativen gegen den Bau auf dem Wirtschaftsareal des Jugendstilensembles gekämpft. Von einem „Valentinsmassaker“ sprachen nun die Gegner des Projekts, von einem Klassenkampf alteingesessener Anrainer, die in ihrer gehobenen Wohngegend am Rande der Steinhofgründe gegen die neuen Mieter der geplanten Sozialwohnungen der Gesiba aufbegehren würden, sprechen die Befürworter. Worum es beim Streit um den Steinhof eigentlich geht:

Moment einmal: Steinhof, Baumgartner Höhe, wie heißt es denn nun?

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