Neues Album von Dirty Projectors: Der Weirdo, dem die Stars vertrauen

MUSIKKRITIK: SEBASTIAN FASTHUBER | Feuilleton | aus FALTER 08/17 vom 22.02.2017

Es beginnt mit Wundenlecken. Eine Kirchenglocke läutet -war gar schon der Pfarrer für die Hochzeit bestellt? - und wird von einem harschen Soundeffekt gleich wieder weggewischt. Dann nimmt ein Mann, aus Kummer hat er sich einen sorgsam ungepflegten Vollbart stehen lassen, am Piano Platz und schüttet uns sein Herz aus: "I don't know why you abandoned me / You were my soul and my partner."

Dave Longstreth, der Kopf des unkonventionellen Kollektivs Dirty Projectors, kehrt gleich im ersten Song des neuen Albums sein Innerstes nach außen. "You Keep Your Name" beschreibt brutal offen, wie es einem geht, wenn zwei auseinandergehen. Die zwei waren in dem Fall Longstreth und Amber Coffmann -die Frau, mit der er jahrelang Musik und Leben geteilt hat. Als sie sich 2013 nach dem letzten Album der Band trennten, dachte er zunächst, das wäre es gewesen mit den Dirty Projectors.

Denkste. In einem langen, aufreibenden Prozess hat er die Band als Soloprojekt neu erfunden. Dazwischen hat sich der kreative

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