Im Namen des Vaters

Als Kind wusste Caroline Shklarek-Zelman nicht, dass ihr Vater im KZ war. Jetzt hat die Tochter die Ehre ihres verstorbenen Vaters Leon Zelman vor Gericht verteidigt


BEGEGNUNG: NINA HORACZEK
Politik | aus FALTER 08/17 vom 22.02.2017

Wenn jemand stirbt, dann, so heiße es im Judentum, sei seine Seele bei uns, wenn wir über ihn redeten, erzählt Caroline Shklarek-Zelman. "Aber als ich gelesen habe, was in dieser Zeitschrift stand, dachte ich mir: Möge die Seele meines Vaters das nie erfahren."

Massenmörder. Landplage. So nannte die rechtsextreme, FPÖ-nahe Zeitschrift Aula im Sommer 2015 KZ-Überlebende. Die 1945 aus dem Konzentrationslager Befreiten hätten "das Land raubend und plündernd, mordend und schändend geplagt und schwerste Verbrechen begangen".

Der grüne Abgeordnete Harald Walser klagte die Aula wegen Verhetzung, die Staatsanwaltschaft Graz stellte das Verfahren aber ein. Es sei "nachvollziehbar, dass die Freilassung mehrerer tausend Menschen aus dem Konzentrationslager Mauthausen eine Belästigung für die betroffenen Gebiete Österreichs darstellte".

Walser beauftragte die Medienanwältin Maria Windhager, doch noch eine Möglichkeit zu finden, um gegen die Aula rechtlich vorgehen zu können. Sie kontaktierten

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