Kommentar Kulturpolitik

Kunstimperium ohne Erben: die schwierige Expansion der Albertina


MATTHIAS DUSINI
Falter & Meinung | aus FALTER 08/17 vom 22.02.2017

Wenn Museumsfürst Klaus Albrecht Schröder am 1.1.2020 in Pension geht und den Thron für den Nachfolger bzw. die Nachfolgerin räumt, hinterlässt er ein wohlhabendes, aber schwer zu regierendes Kunstreich. Vor wenigen Tagen erst brachte er einen Deal unter Dach und Fach, der noch von dem ehemaligen Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) vorbereitet und nun von Minister Thomas Drozda (SPÖ) verkündet wurde (siehe auch S. 26).

Die SE-Sammlung Essl GmbH übergibt ihre Kollektion als Dauerleihgabe an die Albertina, die Republik Österreich springt für die Unterhaltskosten mit jährlich 1,1 Millionen Euro ein. Sammlungsgründer Karlheinz Essl hat dabei lediglich eine Statistenrolle. Die Ausstellungen wird die Albertina im Künstlerhaus veranstalten, das Essl Museum in Klosterneuburg bleibt zumindest vorerst lediglich ein Depot.

Die zukünftige Albertina-Leitung wird eine museale Gemischtwarenhandlung übernehmen, deren Logik sich nur aus den persönlichen Vorlieben Schröders erklären lässt.

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