Stadtrand Urbanismus

Der dreckige Himmel über Wien

Stadtleben | aus FALTER 08/17 vom 22.02.2017

Um Smog als lebensbedrohendes Übel zu identifizieren, muss man längst kein kompromissloser Umweltaktivist mehr sein. Auch wenn es immer noch einige Ausnahmeschlaubergerregierungen gibt, die die Existenz von Smog aus wirtschaftlichen Gründen als mystisches Wetterphänomen abtun.

Anders verhält es sich mit Lichtsmog. Die Verunreinigung der Atmosphäre durch künstliches Licht gilt vielen noch als Sophisterei: Keine Sterne sehen und tote Insekten und Vögel - na und?! Die schädlichen Folgen für den Menschen -Hormonstörungen, Energieverschwendung und erhöhter CO2-Ausstoß - sind nicht unmittelbar spürbar. Trotzdem haben manche Länder wie Slowenien, Tschechien und einige italienische Provinzen bereits Gesetze zur Eindämmung der Lichtverschmutzung geschaffen.

Für den Wiener Lichtsmog sind -neben der notwendigen öffentlichen Beleuchtung - die Geschäfts-und Gebäudebeleuchtungen hauptverantwortlich. Und da fragt man sich, ob es fast zwei Monate nach Weihnachten die Weihnachtsbeleuchtung auf der Ringstraße wirklich immer noch braucht.


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