Theater Kritiken

Liebe, Langeweile, Leid: Tschechow eben


MP
Lexikon | aus FALTER 08/17 vom 22.02.2017

Landgutlangeweile, Supergesuder und abgehobene Städter, die fleißige Arbeitstiere in den Wahnsinn treiben -das ist Anton Tschechow und insbesondere "Onkel Wanja". Fürs Theater zum Fürchten hat Rüdiger Hentzschel die Tragikomödie auf eine von Stühlestapeln umrahmten Bühne gesetzt, ohne sich sonderlich viel dazu einfallen zu lassen. Die rührende Geschichte von Sonja, die den Arzt Ástrow liebt, und vom frustrierten Wanja, der seines Schwagers neue Frau vergöttert, ist nicht umzubringen, doch die krassen Niveauunterschiede im Ensemble stören. Schauspielerische Höhepunkte liefern diesmal die älteren Semester: Margot Ganser-Skofic ist eine alte Amme zum Abbusseln, Rainer Friedrichsen ein köstlich von sich eingenommener Professor.

Scala, Fr, Sa, Di-Do 19.45


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