Ein paradoxer Sieg der Industrie

Ihre Interessenvertreter jammern, statt zu analysieren, und trugen so zum Erfolg des CETA-TTIP-Volksbegehrens bei

KOMMENTAR: MARKUS MARTERBAUER | Falter & Meinung | aus FALTER 08/17 vom 22.02.2017

Die Unternehmervertreter verstehen die Welt nicht mehr: 562.552 Bürgerinnen und Bürger haben das Volksbegehren gegen CETA und TTIP unterschrieben, obwohl in Österreich 1,7 Millionen Arbeitsplätze am Export hängen. Für Christoph Neumayer, den Generalsekretär der Industriellenvereinigung, ist dieser Widerspruch das Ergebnis einer Negativkampagne der Initiatoren des Volksbegehrens, die "fern von nachvollziehbaren Fakten betrieben wurde und mit der Ängste geschürt wurden". Die Unterschriften unter das Volksbegehren "richten sich gegen Arbeitsplätze, Wachstum und Wohlstand in Österreich", sekundierte Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl. Die Bevölkerung müsse über die Fakten, Vorteile und Notwendigkeit von Freihandel besser informiert werden.

Mit dem Schüren von Ängsten, die über Fakten triumphieren, haben Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung selbst so einige Erfahrung, gerade was die Wettbewerbsfähigkeit des heimischen Wirtschaftsstandorts betrifft. Kein Tag

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